Dr. Martin Kronenberg

Schulische Kriegsnagelungen - Klassen- und Schulfotos

 

Einführung

Auch die Schulen waren dem großen propagandistischen Aufwand, der die meisten Nagelaktionen im Deutschen Reich vor und nach dem Einweihungstag begleitete, sowie dem sozialen und moralischen Druck ausgesetzt. Überall im Reich zogen Schulkinder klassenweise oder ganze Schulgemeinschaften zu den Kriegswahrzeichen ihrer Gemeinde, benagelten sie  und trugen sich in ‚Nagelbücher’ ein. In der Regel wurden die Nagelungen im Rahmen einer kleinen Feier vorgenommen..

In den etwas größeren Städten wurden für die Schulen (oder andere gesellschaftliche Gruppen, wie z.B. Vereine) ‚Nageltage‘ eingerichtet, d. h. Tage, an denen nur Schulkinder einer oder mehrerer Schulen die Möglichkeit zur Nagelung bekamen. 

Angesichts der großen öffentlichen Resonanz der Nagelaktionen, für die in besonderem Maße die Presse sorgte, wäre es für die Schulen schwer möglich gewesen, sich zurückzuhalten bzw. sogar auszuschließen.

In diesem Kapitel sollen  vor allem Bilder von Klassen und sogar ganzen Schulgemeinschaften beispielhaft Aufschluss über die Beteiligung der Schulen an den Kriegsnagelungen geben.

 

Tettenborn (heute Stadtteil von 37441 Bad Sachsa)

Nagelungsobjekt: Spruchschild der Firma Glasmachers

Klasse/Schule: Volksschule

Zeitpunkt der Nagelung: 1918

Ort: Klassenraum

Anmerkung: Das Klassenfoto stammt aus dem Jahre 1931

Quelle/Literatur: Die Informationen stammen von Burkhard Schmidt

Bildrechte: Die Bilder wurden von Herrn  Burkhard Schmidt zur Verfügung gestellt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

      Der Nagelschild hängt über dem Schrank

                                        Das linke Foto stammt aus dem Jahre 1931, das rechte gibt den aktuellen Zustand wieder

Aufkleber auf der Rückseite des Schildes (linkes Bild) und Lieferschein der Firma Glasmachers

 

 

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